Ach, Henry…

M*A*S*H “Abyssinia, Henry / Die letzte Party, Henry”

© Felix Herzog

Jede TV-Serie hat ihre ganz besonderen Episoden, diese speziellen Episoden, die, wenn sie nicht gar Fernseh-Geschichte schreiben, dann doch innerhalb des Serien-Cosmos eine ganz eigene, außergewöhnliche Stelle einnehmen.

M*A*S*H ist da keine Ausnahmen – wenn überhaupt, dann in dieser Hinsicht sogar eher die Regel.

Eine dieser besonderen Episoden, dieser Zäsuren innerhalb der Serie, nach der nichts wieder war wie vorher, war das Finale der 3. Staffel, “Abyssinia, Henry”, die 1975 etwas ganz unerhörtes mit einem ihrer Haupt-Charakter machte:
Nicht nur, dass man mit dem leicht trotteligen Lager-Commander des 4077sten einen der Publikumslieblinge aus der Serie ausscheiden ließ, die Art, wie Henry Blake den Korea-Krieg, und damit die Serie M*A*S*H verließ, machte allen (den Zuschauern sowie Cast und Crew) klar, dass es hier kein Zurück mehr gab…

Wir reden heute heute über eine der wichtigsten und berüchtigtsten Stellen aus M*A*S*H:

Den Tod von Henry Blake!

Links:
Es plaudern (und trauern um Henry): Felo und Gregor

In dem grün-gelben U-Boot reden wir

“Yellow Submarine” (1968)

© Felix Herzog

Der Rote Faden führt uns heute vom nebligen, kalten, grauen England auf in die sonnigen, grünen, musikdurchfluteten Gefilde von Pepperland!

…das heißt, falls dieser harmonische Luftkurort unter dem Meer nicht soeben vom bösen, Musik-hassenden Nachbarn überfallen worden wäre und nun eine ziemlich trostlose, graue und öde Existenz fristen müsste!

Also besteigen wir, bzw. die Beatles (bzw. deren gezeichnete Alter Egos (während die echten Beatles stattdessen lieber in ganz andere sonnige Gefilde aufbrachen)) ein zur Hilfe ausgeschicktes gelbes U-Boot und eilen flugs zur Rettung!

Der Zeichentrickfilm “Yellow Submarine” von 1968 gilt als ein psychedelisches Meisterwerk, das lange besonders in Drogen- und Hippie-Szenen beliebt war und seit langem auch einen festen Platz in der Popkultur gefunden hat – auch wenn es fraglich ist, wie viele Leute den (ganzen) Film tatsächlich gesehen haben.

Wir jedenfalls haben!

…und reden heute in unserem kleinen, (grün-)gelben Podcast-U-Boot darüber.

Yellow Submarine – Beatles Official Trailer

Links:

"Data sein Hals"-Uhr von Volker Knur (Motiv von Felix Herzog)
“Data sein Hals”-Uhr von Volker Knur (Motiv von Felix Herzog)
Es plauderten: Lars, Patrick, Felo

…und Lügen haben FALSCHE Nasen!

Terry Gilliam’s “Die Abenteuer des Baron Münchhausen”

© Felix Herzog

Wieder einmal folgen wir dem Roten Faden, der uns zuletzt zu einem der großen Lügner, Pinocchio, geführt hatte, und dem folgend wir heute einen nicht minder großen Lügner begegnen, dem vielleicht bekanntesten Lügenbaron der Welt, Baron Münchhausen.

Von den vielen Verfilmungen des Münchhausen-Stoffes haben wir uns einen Film von 1988 ausgesucht, der unter vielem zu leiden hatte: unter widrigen Produktionsproblemen, unter traumatischen Drehbedingungen, unter der ablehnenden Haltung des Studios, unter einer ungünstigen Wahlverwandschaft zu einem deutschen Film aus der NS-Zeit und nicht zuletzt unter dem chaotischen Genius des Regisseurs… dass der Film an einem Mangel an Phantasie leidet oder gar die Phantasie abtötet, das kann man ihm beim besten Wille nicht vorwerfen!

…oder etwa doch?!

Terry Gilliam’s “Die Abenteuer des Baron Münchhausen”

Trailer © Columbia Pictures

Links:

Der Rote Faden bisher:

  1. M*A*S*H – Der Film (Der Sumpf)
  2. F**ck the Army & Barbarella (Der Sumpf)
  3. Galaxina (Der Sumpf)
  4. Der Schweigende Stern (Data sein Hals)
  5. Varan the Unbelievable (Der Sumpf)
  6. Robot Monster (Data sein Hals)
  7. Reise zum Mittelpunkt der Erde (Data sein Hals)
  8. Dotterbart & Käpt’n Blackbeards Spuk-Kaschemme (Der Sumpf)
  9. Frankenstein & Frankensteins Braut (Data sein Hals)
  10. Guillermo del Toro’s “PINOCCHIO” (Der Sumpf)

…ein paar mögliche nächste Rote Knoten:

Es plauderten (von l.o. nach r.u.): Felo, Lars, Gregor… und eine amorphe Hasen-Masse

Ein Mann sieht rot!

M*A*S*H S07E02: “Alles nur Nullen / Peace On Us”

© Felix Herzog

Verliebt, verlobt, verheiratet… geschieden!

Hatten wir noch in der letzten Folge über Margarets Verlobung und Hochzeit mit ihrem Lieutenant Colonel gesprochen, so können wir in dieser Aufnahme das leidige Thema Donald Penobscott auch schon wieder abschließen. (Major Margaret Nur-noch-Houlihan tut das ja auch!)

Außerdem sieht Hawkeye rot… oder möchte das gerne. Warum auch immer…
Und zu diesem Zweck macht er sich in einem (natürlich gestohlenen!) Jeep auf zu den Friedensverhandungen im Messezelt… äh… in einem ganz anderen Zelt in Panmunjom zu einer kleinen, privaten Anti-Kriegs-Protest-Aktion.

(Wie allerdings die Vampire in diesen Podcast gekommen sind, wissen wir auch nicht genau. Vielleicht hat sie das ganze Rot angelockt.)

Links:

(Es plauderten: Tobi und Felo.)

Eigentlich ist Schultz die Schweiz!

Ein Käfig voller Helden (Hogan’s Heroes)

© Felix Herzog

Military Comedy… ein Begriff, den M*A*S*H-Fans seit den 90ern kennen und fürchten!
Denn unter diesem Schlagwort wurde M*A*S*H auf Kabel 1 zusammen im Block mit einer anderen Serie ausgestrahlt, die so passend-unpassend war und doch seitdem irgendwie zu M*A*S*H gehört wie… Diarrhoe zu Bettpfannen!

Lange haben wir es vor uns hergeschoben, aber heute ist es soweit:
Wir reden in einer waschechten Nebensümpflichkeit über die Comedy-TV-Serie “Hogan’s Heroes”, die in den USA in den 1960ern lief und es in den 90ern auch zu uns ins Fernsehen geschafft hat, zuerst (wenig erfolgreich) unter dem heute weniger bekannten Namen “Stacheldraht und Fersengeld”, die es dann aber, mit neuer, typischer Rainer Brandt-Synchro im zweiten Anlauf als “Ein Käfig voller Helden” auch in Deutschland zu vergleichbaren Kultstatus geschafft hat wie in den USA.

Was hat eine Serie, die in einem deutschen Kriegsgefangenenlager für alliierte Soldaten spielt und aus dem 2. Weltkrieg so was wie ein großes Räuber-und-Gendarm-Spiel macht, mit einer Anti-Kriegs-Comedy/Drama-Serie wie M*A*S*H gemeinsam?

Na, zum einen Rainer Brandt natürlich… aber was sonst noch?
Und was soll nun wirklich so komisch an der Serie sein? Warum ist der Quatsch eigentlich heute noch so beliebt? Wer war der härtere Hund, General Burkhalter, Oberst Klink oder Feldwebel Schultz? Wo lassen sich Kriegsgefangene die Maniküre machen? Wo liegt Hammelburg? Und wie war das noch mal mit Bob Cranes Tod?

Wir versuchen, der Sache mal ein bisschen auf den Grund zu gehen…

Links:

Der (noch um einiges) wildere Westen

“Duell in Diablo” (1966)

Als wir in der letzten Folge über die Western-Komödie “Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe” redeten, erinnerte sich an Frank einen Film aus seiner Kindheit, in dem James Garner nicht in seiner üblichen leichte-Komödien-Rolle glänzte, ein Western, der ungleich härter war, und der ihm durch heftige Folter-Szenen und tolle Filmmusik seitdem in Erinnerung geblieben ist:

“Duell in Diablo” von 1966, in dem Garner einen Scout auf der Suche nach dem Mörder seiner Frau spielte, der einen Kavallerie-Zug begleitet, der in der Wüste von Apachen überfallen und in einem blutigen Massaker aufgerieben wird.

Wir haben uns den Film angesehen (so lange er noch verfügbar war!) und reden über einen Film, der einigermaßen als Ausnahme-Western bezeichnet werden kann, der nur auf den ersten Blick den befürchteten gängigen schlechten Klischees entspricht, die man vielleicht erwartet haben könnte, und uns dafür einiges an Gesprächsstoff, einen wirklich bemerkenswerten, wenn auch irgendwie passend-unpassenden Soundtrack von “Nanananana… Batmaaaan!”– Komponist Neil Hefti) und in James Garner einen beeindrucken harten und zugleich verletzlichen Western-Helden bietet.

Trailer “Duell in Diablo” – (C) United Artists
Links:

(Oh) Captain (mein) Captain!

“Master And Commander – Bis ans Ende der Welt”

© Felix Herzog

Wir befinden uns wieder auf hoher See. Fuhren wir letztens noch unter der Totenkopf-Flagge, so ziehen wir heute mit der Royal Navy in die Schlacht, wenn wir Captain “Lucky” Jack Aubrey (gespielt von Russel Crowe) bis ans Ende der Welt folgen, um in den napoleonischen Kriegen ein französisches Kaperschiff zu jagen.

Wir haben uns den Film “Master And Commander – The Far Side of the World” von 2003 angesehen und sprechen heute über viele Themen, die uns auch schon aus MASH bekannt vorkamen: die Notwendigkeiten des Krieges, Dienst, Salutieren, Gehorsam und Gehorsamsverweigerung, das Zusammenleben auf beengtem Raum, Kinder im Krieg und nicht zuletzt der Schiffarzt, der uns als Chirurg im Krieg auch schon in Person von Hawkeye & Co. vertraut war und der uns hier als Chirurg und Naturforscher Dr. Stephen Maturin (gespielt von Paul Bethany) begegnet.

Links:

Guuuten Morgen, Robin Williams!

Good Morning, Vietnam

© Felix Herzog

Wir beschäftigen uns heute mit einem Antikriegs-Film über den Vietnam-Krieg aus dem Jahr 1987, einem Film, der schon viel zu lange darauf gewartet hat, hier in diesem Podcast Einzug zu halten, und der doch in den Sumpf gehört wie kaum ein anderer:

Good Morning, Vietnam

Good Morning, Vietnam (Trailer)

Robin Williams in einer seiner besten, aber auf jeden Fall einer seiner zu ihm selbst passendsten (zumindest nach unserer heutigen Wahrnehmung) Rollen, dem US-Army-Radio-Moderator Adrian Cronauer – nach wahren Begebenheiten (zumindest zu 45%) aus den Erlebnissen des echten Adrian Cronauer, der 1965 in Saigon stationiert war und dort als Diskjockey zu Bekannt- und Beliebtheit bei den Truppen kam, aber auch mit den irrwitzigen Situationen des Krieges… pardon, des Polizei-Einsatzes in Vietnam konfrontiert wurde.

Das Hawkeye-Gedächtnis-Hawaiihemd (Mitte)
Links:

Aloha He, 5-Uhr-Charlie!

© Felix Herzog

M*A*S*H “5 O’Clock Charlie / Das ist 5-Uhr-Charlie

Wir reden heute aus Gründen über eine der ikonischsten Episoden der frühen M*A*S*H-Zeit, nämlich über die 2. Folge der 2. Staffel:

“Das ist 5-Uhr-Charlie”

Immer am Start, wenn das 4077ste angeflogen wird:
Gregor und Felo

Im Gedächtnis geblieben ist uns die Folge weniger für ihre Anti-Kriegs-Botschaft, sondern vor allem für ihren Humor und ihre bemerkenswert skurrile Figur, den einsamen koreanischen Flieger, der wochenlang in einem altersschwachen Flugzeug das 4077ste heimsucht und (zum Gaudium der Lager-Bewohner) versucht, ein nahegelegenes Munitions-Depot zu bombardieren – wenn auch bislang vergebens.

Und das scheint nicht nur uns so zu gehen, denn scheinbar ist 5-Uhr-Charlie eine Folge, die den meisten Fans ins Gedächtnis kommt, wenn sie über bemerkenswerte und kultige Momente der Serie reden.

Warum das so ist, und ob wir uns vielleicht aus ganz unterschiedlichen Gründen so sehr an 5-Uhr-Charlie erinnern, darüber unterhalten sich Gregor und Felo heute in dieser spontan entstandenen Aufnahme.

Links:

We all live in a pink submarine

“Operation Petticoat” (1959)

© Felix Herzog

Wer sich noch an die M*A*S*H-Ausstrahlung auf Kabel 1 erinnert, wird auch noch mit möglicherweise einigem Grausen an den Begriff Military Comedy denken.
Denn unter diesem unsäglichen Schlagwort stellte der Privatsender in den Neunzigern die Serie ins Programm, zusammen mit einer anderen Serie (zu der das unsägliche Schlagwort in seiner ganzen Unsäglichkeit schon besser passte.)

Damit wir dabei nun nicht ewig nur an M*A*S*H und einen Käfig voller Helden denken müssen, wollen wir im Sumpf noch ein paar weitere Beispiele an Military Comedy unter die Lupe nehmen, um diesen verunglimpften Ausdruck vielleicht wieder etwas zurück zu verglimpfen.

Den Anfang mir mit Blake Edwards’ 2.-Weltkriegs-Komödie “Unternehmen Petticoat (Operation Petticoat)” aus dem Jahr 1959, das zwar nicht in einem Armee-Lazarett auf dem Festland spielt, sondern in einem Marine-U-Boot im Pazifik, das aber ansonsten einige Gemeinsamkeiten mit M*A*S*H aufweisen kann…

…und auch ein paar große Unterschiede.

Operation Petticoat (US-Trailer)

Links:

Hier arbeiten Frauen und Männer zusammen!

Und weil wir uns gerade so schön damit beschäftigt haben, kommt noch eine kurze Abschweifung dazu – ein paar weitere (echte und fiktive) U-Boote: