Wir begeben uns im Sumpf des Verbrechens von einer Metropole in die nächste: von London nach New York – und werden Zeuge, wie vor unseren Augen (und unter der Erde) ein geradezu wahnwitziges Verbrechen vollführt wird:
Die Entführung einer U-Bahn!
Was (zumal für einen versierten U-Bahn-Fahrgast) wie ein Witz erscheint, ist bitterer Ernst (wenn auch nicht ganz ohne trockenen Humor): in dem Thriller “Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 1-2-3” von 1974 kidnappen vier schwer bewaffnete Männer einen New Yorker U-Bahnzug samt Fahrgästen und verlangen 1 Million Dollar für das Leben der Geiseln.
Robert Shaw als Entführer Mr. Blue und Walther Matthau als U-Bahn-Polizist Lt. Garber brillieren in diesem Thriller (der 2009 mit John Travolta und Denzel Washington in den entsprechenden Rollen neu verfilmt wurde.)
Wir besprechen in dieser Folge das Original von 1974, ziehen aber auch Vergleiche, sowohl zum Remake von 2009, als auch zur Romanvorlage von 1973. (Nur schon mal ein Hinweis vorweg: das Remake kommt dabei deutlich schlechter davon!) Außerdem reden wir über die Höhe der Lösegeldsumme, die Machbarkeit von Lieferfristen, den Sinn von Tarnung, Masken und Verkleidung, die Wirkung des Soundtracks von David Shire, sowie die Kameraführung, Inszenierung, Drehbuch, Schauspiel, New Yorker Schnoddrigkeit und noch so einiges andere…
So fingen sie meistens an, die packenden Krimi-Abende in den deutschen Kinos der 60er Jahre… oder später, im Fernsehen unserer Kindertage… oder noch später, in den 90ern… oder vielleicht auch für diese Folge wirklich erst zum allerersten mal.
Eigentlich war es längst mehr als überfällig: wir beschäftigen uns heute im Sumpf des Verbrechens mit dem Phänomen Edgar Wallace (oder, wie man auch sagen könnte: Deutsche Krimis, die nicht in Deutschland spielen), und haben dafür aus Gründen den vorletzten Film der Rialto-Reihe zur Betrachtung ausgewählt:
Warum wir uns ausgerechnet für diesen Film entschieden haben, der als einer der schlechtesten der deutschen Edgar Wallace Filme gilt, der nicht mal wirklich auf einem Roman von Edgar Wallace basiert (zumindest nicht direkt) und dem augenscheinlich auch alle wichtigen typischen Merkmale eines echten Edgar Wallace Films zu fehlen scheinen… ja, warum?
Robert Redford und Paul Newman waren zuletzt als charmantes Gauner-Paar im Clou zu Gast im Sumpf des Verbrechens, heute besprechen wir wieder einen Film, in dem sich die beiden Hollywood-Stars schon einige Jahre zuvor als Zwei Banditen zusammen getan hatten – diesmal nicht im Chicago der Dreißiger, sondern im ausgehenden Wilden Westen:
…könnten wir mit dieser Folge sagen, denn in Korea ist das Krimi-Fieber ausgebrochen!
Genauer gesagt: ein Kriminal-Roman von Abigail Porterfield (und leider ein nicht besonders guter!) hat das gesamte Personal des 4077sten M*A*S*H in seinen Bann geschlagen – das heißt, wenn gerade keine dringenderen Probleme anstehen wie Kälte, Lieferengpässe, Langeweile, Geltungs-Gerangel, ausgebrannte Glühbirnen und beinahe vergiftete Patienten, mit denen sich die M*A*S*H-Bewohner:innen herumschlagen müssen und von denen man sich mit “Der Hahn kräht nach Mitternacht” glücklich ablenken könnte.
Kürzlich erreichte die Nachrichten eine traurige Meldung: am 16. September 2025 ist Robert Redford im Alter von 89 Jahren verstorben. Schauspieler, Regisseur, Produzent, Umweltschützer, Festival-Gründer… Robert Redford hat in seinem langen Leben und seiner langen Karriere nicht nur Hollywood auf vielfältige Weise bereichert.
Wir nehmen das zum Anlass, einen seiner frühen Filme zu besprechen, einen ganz besonderen Film, einen der vielleicht bekanntesten aus seiner langen Filmografie, mit großer Wahrscheinlichkeit jedoch den allerersten Film mit Robert Redford, den Felo je gesehen hatte, ein Film von Sabines persönlicher Liste an Lieblings-Heist-Filmen, ein Film, der schon lange auf unserer Besprechungs-Liste steht:
Die Gauner-Komödie “Der Clou / The Sting” aus dem Jahr 1973 mit Robert Redford, Paul Newman und Robert Shaw in den Hauptrollen.
Wir sind eine Nation von Krimi-Kuckern – das fing schon in den Fünfzigern an, und hat bis heute nicht nachgelassen: Krimis, egal, ob als Serie oder als Filme, sind das beliebteste, was im deutschen Fernsehprogramm läuft, von der Nordsee bis an den Alpenrand!
Dementsprechend vielfältig sind auch die Einsatzgebiete der Ermittlerteams, die quer durch deutsche Lande in zahlreichen Städten, Dörfern, Feldern, Wäldern, Wiesen und Auen tätig sind, um a) dort die jeweiligen Bösewicher:innen zur Strecke zu bringen, b) im Privatleben möglichst neurotisch und problembelastet zu sein und c) das deutsche Publikum angenehm mit den Abgründen der Verbrechenswelt zu unterhalten.
Tobi und Felo sitzen am Rhein (wo es nicht nur so schön, sondern auch so typisch deutsch ist) und plaudern ein bisschen aus den diversen Nähkästchen der Fernsehkriminalgeschichte, ihren eigenen Krimi-Seh-Gewohnheiten und auch sonst so über dies und das aus der deutschen Krimi-Landschaft, von einst bis heute.
Felo und Tobi (und ihre Aufnahme-Technik) am Rhein
Im Sumpf des Verbrechens begeben wir uns heute an einen ganz besonderen Tatort: ins Weiße Haus!
Während eines Staats-Banketts wird eine Leiche im oberen Stockwerk des Wohntracktes des Weißen Hauses gefunden, und Detective Cuppermittelt – was angesichts der Unmengen an Verdächtigen… pardon, Interessanten, die sich aus Gästen, Bewohnern und Angestellten des Weißen Hauses zusammen stellen, gar nicht so einfach ist.
…außerdem will Cordelia Cupp ja schließlich auch noch die Vogelschau-Liste von Präsident Roosevelt abarbeiten, wenn sie schon mal hier ist!
“The Residence” spielt nicht nur im minutiös nachgebauten Weißen Haus, die achtteilige Netflix-Mini-Serie entführt uns in die Welt hinter und unter den offiziellen Räumen, dort, wo die Leute arbeiten, leben und wirken, die das Weiße Haus überhaupt erst bewohnbar machen.
SPOILER-WARNUNG! (Wir verraten zwar nicht, wer den Mord begangen hat, spoilern aber sonst munter drauf los. Ihr seid hiermit gewarnt!)
Britische Kriminal-Romane gehören einfach dazu, wenn man gerne Krimis liest, und ich möchte heute solo im Sumpf des Verbrechens über eine der großen britischen kriminal-Autorinnen reden, die es heute an Berühmtheit zwar nicht mit der Queen of Crime, Agatha Christie aufnehmen kann, die zu ihrer Zeit aber mindestens ebenso bekannt und deren Krimis um den adligen Schnüffler mit dem Monokel mindestens ebenso beliebt waren wie die über den kleinen Belgier mit dem Schnurrbart.
Die Rede ist von Dorothy L. Sayers, die in den Zwanzigern und Dreißigern des 20. Jahrhunderts in einer Reihe von Romanen und Kurzgeschichten Lord Peter Wimsey Verbrechen aufklären ließ.
Der Hardboiled Detektive ist eine bekannte Figur im Krimi-Genre… über einen ganz anderen hartgekochten Burschen geht auch in diesem Ausflug in den Sumpf des Verbrechens:
Einer der Filme, die in unserer Familie immer und immer wieder geschaut wurde, so oft, dass wir ihn alle fast auswendig mitsprechen konnten, ist Das Böse unter der Sonne, mit Sir Peter Ustinov in DER Rolle, die lange Zeit das Bild geprägt hat, unter dem der Mann mit dem Schnurrbart am bekanntesten war. Aber nicht nur die Unstinov’sche Variante an diesem Krimi ist interessant, gerade die vielen verschiedenen Versionen, vom Original-Roman über die TV-Serie mit David Suchet, bis hin zu einem BBC-Hörspiel laden zu Vergleichen ein.
Evil under the Sun – Behind the scenes
Wir haben uns also im Familien-Kreis gemeinsam aufs Sofa gesetzt, diesen herrlichen Familien-Film noch einmal angeschaut, und haben dann – wie sollte es jetzt anders sein – auch im Familienkreis darüber geredet. Neben meinem Vater, der schon öfter im Podcast zu Gast war, hat sich diesmal auch mein Bruder dazu gesellt.
Wir wünschen Euch viel Spaß mit dem Bösen unter der Sonne!
Ein Amerikaner reist ins besetzte Wien der Nachkriegszeit, um einen Freund zu treffen – nur um gerade noch rechtzeitig zu dessen Beerdigung anzukommen… So beginnt die Geschichte…
Aber eigentlich beginnt sie mit rhythmisch gezupften Zither-Klängen.
Der Dritte Mann
Spontan, kurzentschlossen und ziemlich unvorbereitet haben wir uns zu dieser kurzen Folge zusammen aufs Sofa gesetzt.
Wir, das sind mein Vater und ich. Vor ein paar Tagen saßen wir hier noch abends und haben im Fernsehen einen Filmklassiker gesehen, über den wir heute ein paar Töne (musikalische sowie verbale) verlieren wollen…