Halloween naht, und damit ist es an der Zeit, dass wir uns wieder einmal in den Sumpf des Grauens wagen – auch wenn der vielleicht schon zugefroren ist und unter einer dichten Schneedecke verborgen liegt (gerade dann sind Sümpfe besonders tückisch!), denn wir stoßen vor ins Herz der winterlich verschneiten Karpaten, zusammen mit Professor Abronsius und seinem jungen Adepten Alfred, die auf der Jagd nach gefährlichen Blutsaugern sind… nein, keine Fledermäuse, und auch keine Schröpfnäpfe, die furchtlosen Jäger verfolgen eine weitaus gefährlichere, blutrünstige Beute…
Wir reden heute über:
Roman Polanski’s“Tanz der Vampire / The fearless Vampire Killers” (1967)
In Krimis kommt es üblicherweise zur Aufklärung des Verbrechens, bevor der Fall vor Gericht kommt, aber auch während der Gerichtsverhandlung kommt es oft genug zur überraschenden Entlarvung der/des Schuldigen durch eine*n gewiefte*n Rechtsverdreher*in. In selteneren Fällen jedoch wird der Frage nach der Täterschaft, bzw. von Schuld und Unschuld erst dann nachgegangen, nachdem die Geschworenen aufgefordert wurden, sich zur Beratung zurück zu ziehen.
Einer dieser Krimis ist der Film “Die 12 Geschworenen / 12 Angry Men” von 1957 (und dessen diverse Remakes), den wir uns für den Sumpf des Verbrechens angesehen haben, um gemeinsam mit zwölf zornigen Männern der Lösung eines Verbrechens auf die Spur zu kommen, dessen Täter doch eigentlich schon längst festzustehen scheint…
Dass das Wetter verrückt spielt, ist für uns leider mittlerweile zum beklagenswerten Alltag geworden… dass das verrückte Wetter aber auch Gutes bewirken kann, das hat Wetter-Mann Harris K. Telemacher, gespielt und geschrieben von Steve Martin, am eigenen Leib erfahren, denn im Film “L.A. Story” von 1990 verändert das Wetter (für dessen Vorhersage er eigentlich verantwortlich war) sein Leben – zwei mal!
Schon drei mal in Folge reden wir über eine M*A*S*H-Episode… man könnte fast meinen, das hier ist ein M*A*S*H-Podcast!
In der letzten Besprechung waren wir schändlich daran gearbeitet, Hawkeye von seinem Podest zu stürzen, auf dem er als Heldenstandbild vieler Fans der Serie steht – knapp drei Jahre später hat die Serie selbst den Held von seinem Sockel stürzen lassen!
Die Episode “Orden für Radar / Fallen Idol” aus der 6. Staffel beschäftigt sich (neben der Frage nach der OP-Tauglichkeit alkoholisierter Chirurgen) besonders mit dem Sturz (oder auch ausbleibendem Sturz) diverser Heiliger von ihren jeweiligen Sockeln…
…und wir dringen noch mal etwas tiefer in die Materie ein – gewissermaßen dahin, wo es weh tut!
Totgesagte leben länger… deswegen ist Henry, kaum dass wir ihn in der letzten Folge betrauert haben, schon wieder zurück und kann seine beklagenswert mangelhaften Führungsqualitäten unter Beweis stellen, wenn ein kompetenter Umgang mit Mobbing dringend vonnöten wäre.
Denn nicht nur, dass Major Burns im OP seine Unfähigkeit auf eine der Schwestern abwälzt, auch Hawkeye und Trapper, im Gegensatz zu Frank Burns zwei ausgewiesene Sympathieträger der Serie, spielen bei dem Mobbing-Spiel fleißig mit, frei nach dem scheinheiligen Motto: Mobben ist doch wohl in Ordnung, solang man Mobber mobbt – oder etwa nicht??!
Franks beklagens- und anprangerns-wertes Verhalten ist M*A*S*H-Kennern altbekannt und nur zu vertraut, dass aber Hawkeye (gerade der!) und Trapper in ähnlicher Weise schlecht dastehen könnten, kann bei Fans der Serie Irritation hervorrufen, schließlich dürfen Helden-Standbilder nicht beschmutzt werden (das muss nicht nur Radar lernen!)
Wir machen uns nicht nur die Finger schmutzig, sondern auch besagte Standbilder, und beschäftigen uns mit einer Episode aus der 1. Staffel, die bei vielen Fans allgemein als die schlechteste der Serie gilt und auch bei den Akteur*innen sehr unbeliebt war – hatte sie ihre Charaktere doch in sehr Charakter-untypischem Licht dastehen lassen (was zwar auf den ersten Blick fast so wirkt, dann aber doch nicht dasselbe ist wie das, was wir an der Episode anzuprangern haben):
“Gier, Angst und noch mal Gier / Major Fred C. Dobbs”
…eine Episode, in der unserer Meinung nach viele der Charaktere erschrecken mehr in- als out-of-character sind, wobei allerdings dabei eher die unerfreulichen Seiten ihres Charakters im Vordergrund stehen.
Viel Spaß (sofern man bei so einem Thema Spaß empfinden kann) an einer launigen Outdoor-Aufnahme am Rhein mit viel Hinter-, Vorder- und Nebengrundgeräuschen und Abschweifungen.
…jede Menge Abschweifungen!!
Es plauderten entspannt im Grünen: Felo (l.) und Tobi (r.)
Jede TV-Serie hat ihre ganz besonderen Episoden, diese speziellen Episoden, die, wenn sie nicht gar Fernseh-Geschichte schreiben, dann doch innerhalb des Serien-Cosmos eine ganz eigene, außergewöhnliche Stelle einnehmen.
M*A*S*H ist da keine Ausnahmen – wenn überhaupt, dann in dieser Hinsicht sogar eher die Regel.
Eine dieser besonderen Episoden, dieser Zäsuren innerhalb der Serie, nach der nichts wieder war wie vorher, war das Finale der 3. Staffel, “Abyssinia, Henry”, die 1975 etwas ganz unerhörtes mit einem ihrer Haupt-Charakter machte: Nicht nur, dass man mit dem leicht trotteligen Lager-Commander des 4077sten einen der Publikumslieblinge aus der Serie ausscheiden ließ, die Art, wie Henry Blake den Korea-Krieg, und damit die Serie M*A*S*H verließ, machte allen (den Zuschauern sowie Cast und Crew) klar, dass es hier kein Zurück mehr gab…
Wir reden heute heute über eine der wichtigsten und berüchtigtsten Stellen aus M*A*S*H:
Der Rote Faden führt uns heute vom nebligen, kalten, grauen England auf in die sonnigen, grünen, musikdurchfluteten Gefilde von Pepperland!
…das heißt, falls dieser harmonische Luftkurort unter dem Meer nicht soeben vom bösen, Musik-hassenden Nachbarn überfallen worden wäre und nun eine ziemlich trostlose, graue und öde Existenz fristen müsste!
Also besteigen wir, bzw. die Beatles (bzw. deren gezeichnete Alter Egos (während die echten Beatles stattdessen lieber in ganz andere sonnige Gefilde aufbrachen)) ein zur Hilfe ausgeschicktes gelbes U-Boot und eilen flugs zur Rettung!
Der Zeichentrickfilm “Yellow Submarine” von 1968 gilt als ein psychedelisches Meisterwerk, das lange besonders in Drogen- und Hippie-Szenen beliebt war und seit langem auch einen festen Platz in der Popkultur gefunden hat – auch wenn es fraglich ist, wie viele Leute den (ganzen) Film tatsächlich gesehen haben.
Wir jedenfalls haben!
…und reden heute in unserem kleinen, (grün-)gelben Podcast-U-Boot darüber.
Wir begeben uns im Sumpf des Verbrechens von einer Metropole in die nächste: von London nach New York – und werden Zeuge, wie vor unseren Augen (und unter der Erde) ein geradezu wahnwitziges Verbrechen vollführt wird:
Die Entführung einer U-Bahn!
Was (zumal für einen versierten U-Bahn-Fahrgast) wie ein Witz erscheint, ist bitterer Ernst (wenn auch nicht ganz ohne trockenen Humor): in dem Thriller “Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 1-2-3” von 1974 kidnappen vier schwer bewaffnete Männer einen New Yorker U-Bahnzug samt Fahrgästen und verlangen 1 Million Dollar für das Leben der Geiseln.
Robert Shaw als Entführer Mr. Blue und Walther Matthau als U-Bahn-Polizist Lt. Garber brillieren in diesem Thriller (der 2009 mit John Travolta und Denzel Washington in den entsprechenden Rollen neu verfilmt wurde.)
Wir besprechen in dieser Folge das Original von 1974, ziehen aber auch Vergleiche, sowohl zum Remake von 2009, als auch zur Romanvorlage von 1973. (Nur schon mal ein Hinweis vorweg: das Remake kommt dabei deutlich schlechter davon!) Außerdem reden wir über die Höhe der Lösegeldsumme, die Machbarkeit von Lieferfristen, den Sinn von Tarnung, Masken und Verkleidung, die Wirkung des Soundtracks von David Shire, sowie die Kameraführung, Inszenierung, Drehbuch, Schauspiel, New Yorker Schnoddrigkeit und noch so einiges andere…
So fingen sie meistens an, die packenden Krimi-Abende in den deutschen Kinos der 60er Jahre… oder später, im Fernsehen unserer Kindertage… oder noch später, in den 90ern… oder vielleicht auch für diese Folge wirklich erst zum allerersten mal.
Eigentlich war es längst mehr als überfällig: wir beschäftigen uns heute im Sumpf des Verbrechens mit dem Phänomen Edgar Wallace (oder, wie man auch sagen könnte: Deutsche Krimis, die nicht in Deutschland spielen), und haben dafür aus Gründen den vorletzten Film der Rialto-Reihe zur Betrachtung ausgewählt:
Warum wir uns ausgerechnet für diesen Film entschieden haben, der als einer der schlechtesten der deutschen Edgar Wallace Filme gilt, der nicht mal wirklich auf einem Roman von Edgar Wallace basiert (zumindest nicht direkt) und dem augenscheinlich auch alle wichtigen typischen Merkmale eines echten Edgar Wallace Films zu fehlen scheinen… ja, warum?
Die Geschichte der USA ist eine Geschichte (ein)wandernder Menschen aus allen Ländern der Erde, die angetrieben von Sehnsüchten, Wünschen, Hoffnungen immer weiter in den Westen zogen, um dort ihr Glück zu suchen. So auch zur Zeit des Goldrauschs, als ganze Scharen von Glücksjägern nach Kalifornien zogen, um dort ihr Glück in Form von Nuggets und Goldstaub zu finden. …und oftmals merken mussten, dass ihnen andere Zutaten zum Glück nach wie vor fehlten.
In der Western-Musical-Komödie “Paint Your Wagon / Westwärts zieht der Wind” von 1969 ist es den (ausschließlich männlichen) Bewohnern einer über Nacht entstandenen Goldgräber-Stadt schmerzhaft klar, was ihnen zu ihrem Glück fehlt:
Frauen!
Denn es gibt dort einfach keine, und auch als ein vorbeireisender Mormone eine seiner beiden Frauen (gegen einen guten Preis) abgibt, ist der Mangel an weiblicher Bevölkerung in “No Name City (Population: male)” nach wie vor schmerzhaft spürbar. Also beschließen die Männer, diesem Missstand Abhilfe zu schaffen, auf die gleiche Weise, wie es schon die alten Römer taten: sie rauben sich welche!
Lee Marvin, Clint Eastwood und Sean Seberg waren die Hauptdarsteller*innen dieses ungewöhnlichen Westerns, und liehen ihm auch (zumindest größtenteils!) ihre (mehr oder weniger wohlklingenden) Gesangs-Stimmen…