Robert Redford und Paul Newman waren zuletzt als charmantes Gauner-Paar im Clou zu Gast im Sumpf des Verbrechens, heute besprechen wir wieder einen Film, in dem sich die beiden Hollywood-Stars schon einige Jahre zuvor als Zwei Banditen zusammen getan hatten – diesmal nicht im Chicago der Dreißiger, sondern im ausgehenden Wilden Westen:
…könnten wir mit dieser Folge sagen, denn in Korea ist das Krimi-Fieber ausgebrochen!
Genauer gesagt: ein Kriminal-Roman von Abigail Porterfield (und leider ein nicht besonders guter!) hat das gesamte Personal des 4077sten M*A*S*H in seinen Bann geschlagen – das heißt, wenn gerade keine dringenderen Probleme anstehen wie Kälte, Lieferengpässe, Langeweile, Geltungs-Gerangel, ausgebrannte Glühbirnen und beinahe vergiftete Patienten, mit denen sich die M*A*S*H-Bewohner:innen herumschlagen müssen und von denen man sich mit “Der Hahn kräht nach Mitternacht” glücklich ablenken könnte.
Kürzlich erreichte die Nachrichten eine traurige Meldung: am 16. September 2025 ist Robert Redford im Alter von 89 Jahren verstorben. Schauspieler, Regisseur, Produzent, Umweltschützer, Festival-Gründer… Robert Redford hat in seinem langen Leben und seiner langen Karriere nicht nur Hollywood auf vielfältige Weise bereichert.
Wir nehmen das zum Anlass, einen seiner frühen Filme zu besprechen, einen ganz besonderen Film, einen der vielleicht bekanntesten aus seiner langen Filmografie, mit großer Wahrscheinlichkeit jedoch den allerersten Film mit Robert Redford, den Felo je gesehen hatte, ein Film von Sabines persönlicher Liste an Lieblings-Heist-Filmen, ein Film, der schon lange auf unserer Besprechungs-Liste steht:
Die Gauner-Komödie “Der Clou / The Sting” aus dem Jahr 1973 mit Robert Redford, Paul Newman und Robert Shaw in den Hauptrollen.
Wir sind eine Nation von Krimi-Kuckern – das fing schon in den Fünfzigern an, und hat bis heute nicht nachgelassen: Krimis, egal, ob als Serie oder als Filme, sind das beliebteste, was im deutschen Fernsehprogramm läuft, von der Nordsee bis an den Alpenrand!
Dementsprechend vielfältig sind auch die Einsatzgebiete der Ermittlerteams, die quer durch deutsche Lande in zahlreichen Städten, Dörfern, Feldern, Wäldern, Wiesen und Auen tätig sind, um a) dort die jeweiligen Bösewicher:innen zur Strecke zu bringen, b) im Privatleben möglichst neurotisch und problembelastet zu sein und c) das deutsche Publikum angenehm mit den Abgründen der Verbrechenswelt zu unterhalten.
Tobi und Felo sitzen am Rhein (wo es nicht nur so schön, sondern auch so typisch deutsch ist) und plaudern ein bisschen aus den diversen Nähkästchen der Fernsehkriminalgeschichte, ihren eigenen Krimi-Seh-Gewohnheiten und auch sonst so über dies und das aus der deutschen Krimi-Landschaft, von einst bis heute.
Felo und Tobi (und ihre Aufnahme-Technik) am Rhein
Im Sumpf des Verbrechens begeben wir uns heute an einen ganz besonderen Tatort: ins Weiße Haus!
Während eines Staats-Banketts wird eine Leiche im oberen Stockwerk des Wohntracktes des Weißen Hauses gefunden, und Detective Cuppermittelt – was angesichts der Unmengen an Verdächtigen… pardon, Interessanten, die sich aus Gästen, Bewohnern und Angestellten des Weißen Hauses zusammen stellen, gar nicht so einfach ist.
…außerdem will Cordelia Cupp ja schließlich auch noch die Vogelschau-Liste von Präsident Roosevelt abarbeiten, wenn sie schon mal hier ist!
“The Residence” spielt nicht nur im minutiös nachgebauten Weißen Haus, die achtteilige Netflix-Mini-Serie entführt uns in die Welt hinter und unter den offiziellen Räumen, dort, wo die Leute arbeiten, leben und wirken, die das Weiße Haus überhaupt erst bewohnbar machen.
SPOILER-WARNUNG! (Wir verraten zwar nicht, wer den Mord begangen hat, spoilern aber sonst munter drauf los. Ihr seid hiermit gewarnt!)
Britische Kriminal-Romane gehören einfach dazu, wenn man gerne Krimis liest, und ich möchte heute solo im Sumpf des Verbrechens über eine der großen britischen kriminal-Autorinnen reden, die es heute an Berühmtheit zwar nicht mit der Queen of Crime, Agatha Christie aufnehmen kann, die zu ihrer Zeit aber mindestens ebenso bekannt und deren Krimis um den adligen Schnüffler mit dem Monokel mindestens ebenso beliebt waren wie die über den kleinen Belgier mit dem Schnurrbart.
Die Rede ist von Dorothy L. Sayers, die in den Zwanzigern und Dreißigern des 20. Jahrhunderts in einer Reihe von Romanen und Kurzgeschichten Lord Peter Wimsey Verbrechen aufklären ließ.
Der Hardboiled Detektive ist eine bekannte Figur im Krimi-Genre… über einen ganz anderen hartgekochten Burschen geht auch in diesem Ausflug in den Sumpf des Verbrechens:
Einer der Filme, die in unserer Familie immer und immer wieder geschaut wurde, so oft, dass wir ihn alle fast auswendig mitsprechen konnten, ist Das Böse unter der Sonne, mit Sir Peter Ustinov in DER Rolle, die lange Zeit das Bild geprägt hat, unter dem der Mann mit dem Schnurrbart am bekanntesten war. Aber nicht nur die Unstinov’sche Variante an diesem Krimi ist interessant, gerade die vielen verschiedenen Versionen, vom Original-Roman über die TV-Serie mit David Suchet, bis hin zu einem BBC-Hörspiel laden zu Vergleichen ein.
Evil under the Sun – Behind the scenes
Wir haben uns also im Familien-Kreis gemeinsam aufs Sofa gesetzt, diesen herrlichen Familien-Film noch einmal angeschaut, und haben dann – wie sollte es jetzt anders sein – auch im Familienkreis darüber geredet. Neben meinem Vater, der schon öfter im Podcast zu Gast war, hat sich diesmal auch mein Bruder dazu gesellt.
Wir wünschen Euch viel Spaß mit dem Bösen unter der Sonne!
Ein Amerikaner reist ins besetzte Wien der Nachkriegszeit, um einen Freund zu treffen – nur um gerade noch rechtzeitig zu dessen Beerdigung anzukommen… So beginnt die Geschichte…
Aber eigentlich beginnt sie mit rhythmisch gezupften Zither-Klängen.
Der Dritte Mann
Spontan, kurzentschlossen und ziemlich unvorbereitet haben wir uns zu dieser kurzen Folge zusammen aufs Sofa gesetzt.
Wir, das sind mein Vater und ich. Vor ein paar Tagen saßen wir hier noch abends und haben im Fernsehen einen Filmklassiker gesehen, über den wir heute ein paar Töne (musikalische sowie verbale) verlieren wollen…
Um in den Sumpf (oder den Abgrund) des Verbrechens zu geraten, begeben wir uns diesmal nach Großbritannien, der Mutter aller Kriminal-Inseln, und beschäftigen uns mit einem der ganz großen Kriminalisten – auch wenn er nicht ganz so bekannt ist wie seine Gegenparts aus der Baker Street oder St. Mary Mead.
Der kürzlich verstorbene Robbie Coltrane (den meisten wahrscheinlich in erster Linie als Halbriese Hagridin Erinnerung) hat in den Neunziger Jahren die Hauptrolle in der britischen Krimiserie “Cracker (Für alle Fälle Fitz)” gespielt, die eine damals überraschend und schockierend harte Gangart bei der Darstellung und psychologischen Aufarbeitung der Verbrechen an den Tag legte. Dazu kam erschwerend, dass Dr. Eddie “Fitz” Fitzgeraldein Antiheld aus dem Buche war, noch bevor Antihelden in Form von Sherlock oder Dr. House erst so richtig in Mode kamen. Trotzdem hatte die Serie bald einen bemerkenswerten Kult-Status erreicht, jenseits und diesseits des Kanals.
Jan, Alex und Felo haben sich Cracker zum wiederholten Male angesehen, und wie jedes mal hat sie Spuren hinterlassen. Ein Thema, das sich zuweilen nicht ganz so locker-flockig besprechen lässt wie so manch anderes, schließlich schauen wir mit Fitz zusammen verstärkt in menschliche Abgründe – und die Abgründe schauen zurück!
Deutschland ist Krimi-Land. Eine oft gehörte Weisheit… oder ein Vorurteil?
Wenn man in den öffentlich-rechtlichen Kanälen herumtastet, kommt es einem zumindest so vor, als ob hinter dieser Pauschal-Aussage mehr steckt als nur eine simple Floskel. Neben dem bekannten Phänomen “Tatort” findet man da eine schier erdrückende Menge an deutschen Krimi-Reihen. Jede große Stadt und jede Region Deutschlands, die etwas auf sich hält, gönnt sich mindesten ein eigenes Ermittlerteam, wie es scheint.
So natürlich auch das ehemalige Königreich Bayern, das nicht nur seit jeher eigene Tatort-Kommissare und ein eigenes (königliches) Amtsgericht sein eigen nennt, sondern ganz generell (gefühlt?) mehr Krimi-Reihen, angesiedelt in bayrischen Landen und Städten, als jede andere Region Deutschlands – egal ob nun humoristisch-komödienstadlig oder ernst, düster und schwermütig.
Wir begeben uns heute also in den weiß-blauen Sumpf des bajuwarischen Verbrechens (na gut, eigentlich begeben wir uns ganz un-bayrisch an den Rhein) und beschäftigen uns für Euch auf unsere ganz eigene Weise mit dem bajuwarischen Verbrechen in Film und Fernsehen.
Viel Spaß damit!
Weiß-blau am Rhein…
Aus der Folge: Bajuwarische Verbrechensbekämpfungen: