Die Nabel-Show #007

Felos Selbstgespräche aus der Reha (von 2018) …und neue von 2021

Bevor ich zum 7. Eintrag meines alten Reha-Audio-Tagebuchs von 2018 komme, schweife ich noch ein wenig ziellos in der Gegend herum… ein Schweif, ausgelöst durch den Begriff “Tagebuch”.

Alter Blog-Text:

Der Tag der Abreise rückt immer näher… Zeit, Abschied zu nehmen. Ich treibe mich noch mal auf dem Dach der Klinik herum, lasse Blick und Gedanken schweifen.

Dabei habe ich noch ein volles Programm vor mir: Selbsterfassungsbögen ausfüllen, Entspannungsübungen, was nicht alles. Wie soll man da noch zur Ruhe kommen und in nostalgischen Erinnerungen schwelgen, an so schöne Zeiten, als ich bis spät nachts in der Garage eines Freundes festsaß, um an den Rostlauben herum zu schrauben, die ich im Studium gefahren habe. Oder an die brutale Rosskur, mit der ich mir bei einer Toskana-Reise das Rauchen abgewöhnt hatte.

Und nebenbei habe ich auch noch erfahren, wie viel Wegstrecke meine mir noch verbliebene Niere jeden Tag in meinem Körper zurück legt. Faszinierend. Ich bin sicher, ich habe es entweder falsch verstanden oder mir nicht richtig gemerkt.

Die Nabel-Show #006

Felos Selbstgespräche aus der Reha (von 2018) …und neue von 2021

Kaffee, Fernweh und elektrische Mönche… um im Vorwort zur 6. Folge meiner alten Reha-Selbstgespräche (vom 4. 11. 2018) nicht immer nur über das lästige Thema mit K zu reden, inspiriert mich eine schlechte Tasse Morgen-Kaffee über sinnige Betrachtungen schlauer Tassen- und dummer Kaffee-Erfindungen. Ich erinnere mich an schöne Rom-Fahrten, bekomme Sehnsucht nach Italien, schweife ab Richtung Großbritannien und empfehle ein bisschen Douglas Adams…

Alter Blog-Text:

Es ist Sonntag, und gegen alle Hindernisse (mein eigenes Gehirn, die Busfahrpläne) versuche ich noch mal, die Deutsche Billard-Meisterschaften zu besuchen.

Während ich auf den Bus warte, sinniere ich über den Unterschied, bzw. die stopmotion-animierten Gemeinsamkeiten von Dieter Hallervorden und Bernard Cribbins und erinnere mich an alte „Ist ja irre“-Filme (was einem halt so in den Sinn kommt, wenn man auf den Bus wartet… wie?? Ihr denkt in so einem Moment nicht an die Wombles?!)

Nach dem Billard wird es literarisch: Star Trek Romane und Die Blechtrommel.
Eine obskure Mischung? Ja. Durchaus.

Die Wombels (gesprochen von Dieter Hallervorden)

Die Nabel-Show #005

Felos Selbstgespräche aus der Reha (von 2018)

Ursprünglich aufgenommen (wahrscheinlich) am 1.11.2018.

Alter Blog-Text:

Billard, BabCon und Busfahren – die 3 großen B’s, die mich in dieser sehr stimmungswechselhaften Folge beschäftigen.

War der Besuch der Deutschen Billard-Meisterschaft in der Wandelhalle (nicht zuletzt wegen dem gleichzeitigen Hörgenuß von Nerd & Krempel) der geistigen Entspannung noch ziemlich zuträglich, hat mich das Warten auf einen Bus, der mich zur Klinik & zum Abendessen zurück bringt, an den Rand meiner eh schon recht dünnen Nerven gebracht. Eine waschechte Krise am Rand der Bushaltestelle ist das Ergebnis, mit viel Geschimpfe, Gesang, Gedichten, Straßengeräuschen und dem Sinnieren über die Probleme, die mann so hat, wenn mann sich unvorsichtigerweise den Bart lang wachsen lässt.

Die Nabel-Show #004

Felos Selbstgespräche aus der Reha (von 2018)

Rabimmel, Rabammel, Rabumm…

Bin ich eigentlich zu fröhlich und gutgelaunt für dieses viel zu ernste Thema?

Ja, kann schon sein, aber genau dazu möchte ich im Vorwort dieser alten Aufnahme von 2018 ein paar Worte sprechen, die mich mittlerweile beschäftigen:

Wie gehe ich eigentlich mit der Krebs-Diagnose um? Wie wichtig ist für mich die Ablenkung, und wie echt ist meine gute Laune, wenn sie gut ist?

Danach gibt es dann aber wieder etwas leichtere Kost, versprochen, dann kommt der 4. Teil meiner Reha-Selbstgespräche vom 31. Oktober 2018:

Kein Bier zu Halloween, zumindest nicht in der Reha!

Die Beobachtung erwachsener Männer, wie sie sich um ein Puzzlespiel (Motiv: „Neuschwanstein“) zu angestrengten Fachgesprächen und bemühten Beratungen über die weitere Vorgehenstaktik bei der Fertigstellung besagten Neuschwansteins versammeln, nötigen mich zu einigen Betrachtungen über den Klinikalltag, über Doctor Who und Star Trek.

Man hat ja sonst nix zu tun. Und immer noch besser als puzzeln.

Die Nabel-Show #003

Felos Selbstgespräche aus der Reha (von 2018)

3. Folge der Nabel-Show, soundsovielter Tag der Reha… vermutlich aufgenommen am 30. oder 31. Oktober 2018.

Ich hatte meinen Aufenthalt kurzerhand für einen geistige-Gesundheit-fördernden Abstecher nach Kassel unterbrochen. Muss manchmal auch sein…

Manchmal braucht man einfach Schokolade! Vor allem dann, wenn Hessen besonders hesslich sind.
Das 2. Reha-Wochenende habe ich als Klinik-Flüchtling auf der Timelash, der Doctor-Who-Convention in Kassel verbracht, unter hunderter glücklicher (und gar nicht mal so sozialgestörter) Fans.
Ein kleines bisschen Nerd-Normalität im ansonsten irgendwie immer noch so abnormalen Klinik-Alltag.
Tut gut.
Auf jeden Fall besser als Blasmusik!

Links:

Die Nabel-Show #002

Felos Selbstgespräche aus der Reha (von 2018)

Der 2. Teil meiner alten Selbst- und Andere(s)-Betrachtungen aus der Reha von 2018…

(Genaues Datum der Original-Aufnahme unbekannt, mit einiger Sicherheit aber Ende Oktober 2018)

Die Blasmusik vertreibt mich aus der Wandelhalle. (Was kann Blasmusik auch sonst bewirken?)
Beim Spaziergang durch den Kurpark sinniere ich über Depressionen, Bruce Lee, Koordinations-Schwierigkeiten nach der Narkose, Billard und ziehe so einige Vergleiche zwischen Realität & M*A*S*H.

Die Nabel-Show #001

Felos Selbstgespräche aus der Reha (von 2018)

Felo (rechts) & sein Alter Ego

Totgesagte leben länger… oder vielleicht passt auch besser der Spruch mit dem Unkraut… ach, ich weiß es auch nicht.

Was ich weiß, leider, ist, dass die Dumme, Alte Sau, der Krebs wieder zurück ist. (Es gibt keine gute Art, das zu sagen, also kann ich es auch so sagen.)
Vor 3 Jahren hat man mir eine Niere rausgenommen, weil sich darin ein fieser, fetter, bösartiger Tumor eingenistet hat, und in der Annahme, dass das Schlimmste, was jetzt noch kommt, der Kampf gegen die Langeweile wäre, habe ich 2018 eine Reihe sinn- und qualitäts-loser Selbstgespräche während meines Reha-Aufenthaltes in Bad Wildungen aufgenommen. Betrachtungen über den Klinik-Alltag, Star Trek, Billard-Turniere, Doctor Who Conventions, Blasmusik in Wandelhallen… und auch ein bisschen über den Krebs.

Aus gegebenem Anlass, nämlich dass jetzt, ziemlich genau 3 Jahre später, wieder Krebs gefunden wurde (diesmal in den Lymphen), und ich mich momentan noch in der Phase befinde, in der die Mediziner*innen genau feststellen müssen, welche Sorte Krebs das ist und wie genau er zu bekämpfen sein wird, habe ich beschlossen, ein wenig nostalgisch zu werden, die alten Aufnahmen noch mal aus dem Keller zu holen und hier noch mal zum Besten zu geben – und sei es auch nur als Beschäftigungs-Therapie, bis ich weiß, durch welche medizinischen Mangeln ich demnächst gedreht werde, um den aktuellen Krebs auch wieder los zu werden.

(Blog-Eintrag zur 1. Folge der Nabel-Show.)

Was macht man, wenn man seit kurzem nur noch eine Niere hat und sich in der Reha langweilt? Man nimmt einen Podcast auf!

Nachdem Tobi zwar den restlichen Kuchen da gelassen, aber das Mikro wieder mitgenommen hat , habe ich mir pfiffig, wie ich bin, aus meinem Handy und einem sogenannten Geek-Stick ein neues Mikro zurecht gebastelt, und mit diesem (ich gebe es zu) mehr schlecht als rechtem Ersatz habe ich nun begonnen, einen Personal Podcast aufzunehmen, in dem ich während der Reha-Zeit über die Reha-Zeit nach meiner Nierentumor-OP mit mir selber reden kann, ohne dabei noch seltsamer zu wirken, als ich das in einer Gemeinschaft, in der das Durchschnittsalter rund zwanzig Jahre höher ist als meines, ohnehin schon tue…

Links:
Der allererste Sockenpuppen-Auftritt

A dumm’s Gebabbl hadd ma schneller wie’n warm’n Leberkäs

Outtakes 2021 – 3. Quartal

© Felix Herzog

Gebabbel, Geschwätz, Geplauder, Geschmarre, Gelaber… Vorgeplänkel, Nachgeplänkel… Rasenmäher, Offenbarungen, Ohrwürmer, Geist-Musik, olfaktorische Erinnerungen, Piraten-Gesänge, Supermänner mit fliehenden Gesichtern, Dichterfürsten, Miet-Hühner und Der Mutter aller Rülpser… oder auch tatsächlich (sic!) rausgeschnittene Gesprächsteile – im Sumpf versinkt mit der Zeit so einiges.

Aber nichts geht für immer unter, denn die Sumpfgase treiben es unerbittlich irgendwann wieder an die Oberfläche!
So auch die Outtakes für das Ende dieses lausigen Sommers…

© Felix Herzog
Outtakes aus den Episoden:
© Felix Herzog

Die Natur ruft!

© Felix Herzog (20221)

Filme mit Sumpf, Filme im Sumpf, Filme, die in einem Sumpf spielen oder in denen ein Sumpf eine Rolle spielt… auch das Konzept haben wir uns auf die Fahne geschrieben, also dachten wir uns, nehmen wir unseren Einbildungsauftrag mal wieder ernst – und so kam dann die heutige Folge zu Stande.

Heute geht es um Sumpf-Monster (und ähnliche Monstrositäten.) Nachdem das Swamp Thing bereits von der Sumpfmonster-Bucket List abgehakt werden konnte, haben wir nach einem anderen Film gesucht, in dem große, mutierte Unterwasser-Monster arglose Rednecks angreifen, unter Wasser ziehen und (ihrer blutegeligen Natur entsprechend) aussaugen. Heraus kam:

Roger Corman’s “Attack of the Giant Leeches” (1959)

(public domain)

(Oder, falls Euch das besser unterhält, schaut Euch Attack of the Giant Leeches bei Mystery Science Theater 3000 an.)

Und weil wir (unserer einfältigen Natur entsprechend) dachten, das könne doch niemals einen ganzen Podcast füllen, gibt es im Anschluss der Film-Besprechung noch eine Liste an artverwandten Sumpf-, Unterwasser-, Tentakel- oder Egel-Monstern, über die wir gerne geredet hätten, wenn uns zu dem Film sonst nix eigefallen wäre.

Was wir dann ja trotzdem getan haben.

Links:
Persönliche Notizen…
Monster-Galerie:

Tod der Maus!

© Thure Röttger

Zum Jahreswechsel hatten wir schon einmal über animierte Mäuse geredet – heute tun wir das (aus Gründen) wieder…
Nach dem Disney-Film Bernard & Bianca haben wir uns diesmal einen weiteren Mäuse-Zeichentrickfilm aus (zwei Dritteln) unserer Kindheit(en) angeschaut, einen Film, der 1982 mehr Disney sein wollte als Disney selbst war:

Don Bluth’s “Mrs. Brisby & das Geheimnis von NIMH”

Was hat uns damals wie heute an dem Film begeistert? Was heute mehr als damals? Was heute deutlich weniger? Was fanden wir vielleicht schon als Kinder doof daran? Und in wie viele Richtungen können wir bei der Besprechung abschweifen und uns in welche bunten Fäden verheddern?

Links:
Danke für die Post!
Anti-Empfehlungen: