Seine Lordschaft versinkt im Sumpf des Verbrechens

Die Lord Peter Wimsey-Romane von Dorothy L. Sayers
© Felix Herzog

Britische Kriminal-Romane gehören einfach dazu, wenn man gerne Krimis liest, und ich möchte heute solo im Sumpf des Verbrechens über eine der großen britischen kriminal-Autorinnen reden, die es heute an Berühmtheit zwar nicht mit der Queen of Crime, Agatha Christie aufnehmen kann, die zu ihrer Zeit aber mindestens ebenso bekannt und deren Krimis um den adligen Schnüffler mit dem Monokel mindestens ebenso beliebt waren wie die über den kleinen Belgier mit dem Schnurrbart.

Die Rede ist von Dorothy L. Sayers, die in den Zwanzigern und Dreißigern des 20. Jahrhunderts in einer Reihe von Romanen und Kurzgeschichten Lord Peter Wimsey Verbrechen aufklären ließ.

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Der Spion, der in der Dunkelheit verschwand

Colonel Flagg
© Felix Herzog

M*A*S*H war nicht nur eine langlebige Serie, sondern auch eine mit bemerkenswerten, wiederkehrenden Neben-Charakteren.
Einer davon war Fan-Liebling Colonel Flagg (gespielt von Edward Winters), seines Zeichens hartgesottener militärischer Geheimdienst-Mann und Plage des 4077sten, der insgesamt sieben mal in der Serie auftauchte, das Lager (un)sicher machte, bis er irgendwann für alle Zeiten (oder doch nicht?) im Dunkeln verschwand – ganz wie es sich für einen waschechten Geheimagenten gehört!

Flaggs M*A*S*H- und AfterM*A*S*H-Auftritte:
  1. Sex, Spiele und anderes / Deal Me Out
  2. Der gemeinsame Geheimdienst / A Smattering of Intelligence
  3. Muttertag in Seoul / Officer of the Day
  4. Penicillin und Folter / White Gold
  5. Quo vadis Chandler? / Quo Vadis, Captain Chandler
  6. Sie bekommt ein Kind / The Abduction of Margaret Houlihan
  7. Spionagering enttarnt / Rally Round the Flagg, Boys
  8. AfterM*A*S*H Episode “Trials”
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Dr. Potter, Mr. Klinger und Hochwürden Mulcahy

After M*A*S*H

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Nichts währt ewig – nicht mal der Korea-Krieg…

…im Fernsehen!

Und so also kehrten sie nach 11 Staffeln permanenter Kriegsmüdigkeit wieder zurück in die Heimat, die guten alten U S of A, ins Land of the Free, ins Zivil-Leben.

Der Wiedereintritt ins Zivil-Leben kann holprig sein, und wir haben uns das M*A*S*H-Spinoff After M*A*S*H angesehen, um herauszufinden, wie sich ein paar der Heimkehrer aus dem 4077sten so mit der Umgewöhnung geschlagen haben – und zwar ausgerechnet die drei Heimkehrer, von denen man hätte erwarten können, dass ihr Leben nach dem Krieg nicht automatische eine Zivilisten-Version von dem darstellen würde, was sie auch während des Kriegens gemacht hatten: Col. Potter, Max Klinger und Father Mulcahy.

After M*A*S*H – Intro

…und beinahe, aber auch nur ganz beinahe wären wir die ganze Folge über stringent beim Thema geblieben, ohne abzuschweifen!

Dann wäre das aber vielleicht eine sehr kurze Folge geworden.

Und deswegen geht es neben Kriegsheimkehrern um Schnee in Köln, Bier, Wodka, Musik mit Löffeln, Flaschen und Waschbrettern, Ed O’Neill, Eierwärmer, Heimatfilme, Batman-Logos, Hobbits und was sonst noch so alles nicht viel mit AfterMASH zu tun hat.

Links:
Die wirklich wichtigen Links:

Hollah, das Christkind!

Ich warte (nicht mehr länger) aufs Christkind…
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Mein persönliches Weihnachten und die dazu gehörende Vorweihnachtszeit gestalten sich aus gesundheitlichen Gründen gerade etwas einsam, und deshalb habe ich schon mal vor Heiligabend meine Geschenke ausgepackt, die mir liebe Hörer*innen geschickt haben.
Weil ich auf dieses Christkind nicht warten wollte.

Außerdem habe ich ein paar Seh-Empfehlungen, mit denen ich und vielleicht auch Ihr das Warten auf das tatsächliche Christkind verkürzen könntet:

Andere Links:

Drei Engel (nicht für Charlie!)

“Wir sind keine Engel” (1955)

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Das Weihnachtsfest naht, und wir heften uns im Sumpf des Verbrechens drei entflohenen Schwerverbrechern an die flüchtigen Fersen, die sich möglicherweise als himmlische Helfer entpuppen könnten, die einer liebenswerten Familie auf der Teufelsinsel entweder im Schlaf die Kehlen durchschlitzen oder ihnen ein schönes Weihnachtsfest bescheren wollen…

“We’re No Angels” (Trailer)
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Salve, Caesar!

Asterix erobert Rom (1976)

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Die Serie M*A*S*H hat bekanntlich den Koreakrieg von 3 Jahren (historisch) auf 11 Staffeln ausgeweitet.
Dass das noch gar nicht ist und immer noch getoppt werden kann, zeigen uns seit über sechs Jahrzehnten die Geschichten um ein kleines gallisches Dorf, das hartnäckig den römischen Eindringlingen trotzt und deren Geschichten in über vierzig Abenteuern (in Comics und Filmen) trotzdem nur einen Zeitraum abdecken, der historisch betrachtet auch nicht viel länger gedauert hat als besagter Koreakrieg – wenn nicht gar noch sehr viel weniger, nämlich nur ein einziges Jahr: das berühmte Jahr 50 v. Chr. !

Die Rede ist natürlich von Asterix, dem tapferen gallischen Krieger, der seit 1959 zusammen mit seinem besten Freund Obelix den Römern (und Julius Cäsar) das Leben schwer (und unrealistisch lang) gemacht hat – und heute immer noch macht.

Wir beschäftigen uns in dieser Folge neben den Comics vor allem mit dem Zeichentrickfilm Asterix erobert Rom von 1976, der sich zwar auffällig vom damaligen Asterix-Comic-Universum abhob, dennoch aber in einem Punkt “originaler” war als alle anderen Asterix-Filme:
Die Autoren und Regisseure des Films waren niemand anderes als die “Väter” des kleinen Galliers selber, René Goscinny und Albert Uderzo.

Links:

Nachruf mit Hula-Hoop-Einlage

M*A*S*H-Episode “Nur der Himmel weiß / Who Knew”
© Felix Herzog

Nach längerer Zeit widmen wir uns heute wieder einmal einer M*A*S*H-Episode, und zwar einer Episode aus der finalen, 11. Staffel, eine Episode, die ganz schön ans Eingemachte geht und wieder mal beweist, dass M*A*S*H einfach keine reine Klamauk-Serie ist:

“Nur der Himmel weiß / Who Knew”

Der plötzliche Tod einer Krankenschwester hinterlässt Spuren im 4077sten – zumindest bei Hawkeye, der kurz zuvor noch ein Tête-à-Tête mit ihr hatte, und sich nun bereit erklärt hat, eine Trauerrede zu halten.
Die Schwierigkeit, vor der er steht: weder er selbst noch sonst irgendjemand im Camp scheint sie gut genug gekannt zu haben, um sie überhaupt richtig gekannt zu haben… Hawkeye muss bei dem Versuch, etwas mehr über Millie Carpenter zu erfahren, einiges über sich selbst herausfinden.

Nebenbei gibt es noch eine B-Handlung mit deutlich humoristischeren Klängen, in denen das ungleiche Paar Klinger und Winchester gewagte Geschäftspläne mit Hula-Hoop-Reifen schmieden, in denen u.a. eine rätselhafte weiße Gestalt, der Shmoo (über den auch wir in dieser Besprechung einiges Unerwartetes in Erfahrung bringen konnten), eine nicht unwichtige Rolle spielt.

Links:

AfterM*A*S*H im 23. Jahrhundert

Star Trek Strange New Worlds “Der Schlächter von J’Gal”
© Felix Herzog

Lange ist es her, dass hier im Sumpf über Star Trek gesprochen wurde, doch heute ist es wieder so weit, denn die 8. Episode der 2. Staffel Strange New Worlds bietet sich einfach dazu an, Vergleiche zwischen dem Klingonischen und dem Korea-Krieg zu ziehen, und Parallelen von Star Trek zu M*A*S*H.

“Der Schlächter von J’Gal / Under the Cloak of War”

Ein Sonderbotschafter kommt an Bord der Enterprise und triggert aufs heftigste die Veteranen des Klingonischen Krieges, allen voran den Chefarzt Dr. Joseph M’Benga und die Oberschwester Christine Chapel, die aus dem Krieg noch so einiges an unaufgearbeiteten Traumata mit sich schleppen und nicht zuletzt mit ebendiesem ganz speziellen Botschafter noch ein klingonisches Hühnchen zu rupfen haben.

Felos Notizen
Links:
Wir haben grimmige Höry-Post bekommen!
(Ghostbusters II © Columbia Pictures)

Sind wir nicht alle ein bisschen Charlie Brown?

Die Peanuts

© Felix Herzog

Eine Podcast-Folge voller Abschweifungen – eine Folge über Comics, Trickfilme, Bücher, über Kreativität, über Handwerk, über Künstliche Intelligenzen und echte Phantasie, über Bilder und Musik, über Ehrgeiz, Leistungsdruck, Ambitionen, Rechtschreibung und Versagen, über junge Japanerinnen und kleine Belgier, über Erwachsenen- und Kinder-Welten…

…und irgendwo dazwischen steckt ein kleiner Junge, der fast 50 Jahre lang Kind geblieben ist und einfach nur einmal im Leben einen Drachen steigen lassen wollte, einen Football treten, ein Baseballspiel gewinnen, ein kleiner Junge, wie wir alle einer sind, der einfach nur einmal Erfolg haben will…

Wir reden über Charlie Brown und die Peanuts – über die Comic-Strips von Charles M. Schulz und die Trickfilme, speziell den 1969er Kinofilm:

A Boy named Charlie Brown /
Ein Junge namens Charlie Brown

(C) CBS

Unsere (online-)Comic-Empfehlungen (aus der Episode und mehr):

Unsere Lese-Empfehlungen:
Die Peanuts in den Comics

Links:

Der König mit dem Macken-Paragraphen

“The Madness of King George”

© Felix Herzog

Nachdem ich in meinem Solo-Podcast das Thema Royal Family (aus gegebenen Anlässen) bereits ausgiebig beackert hatte, war es nun an der Zeit, die gekrönten Häupter auch in den Sumpf einziehen zu lassen.

Und welcher König würde besser in diesen Podcast passen, als derjenige, der am meisten Aussicht gehabt hätte, nach § 8 aus dem dem Armee-Dienst entlassen zu werden (was Corporal Klinger sich stets wünschte – und doch nie erreichte):

Der Verrückte König George III von England.

Also haben wir uns (wieder im Familien-Kreis, allerdings nicht im Kreis der Royal Family, sondern lediglich der Herzog-Family) den Film “The Madness of King George (King George – Ein Königreich für mehr Verstand)” angeschaut, und nun sitze ich mit meinem Vater gemütlich bei einem Glas Hugo im Garten und wir stoßen auf den (wie es im Film heisst) Katalog Königlicher Nonkonformitäten an.

Dass es in unserem Gespräch nicht allein um den irren König George III geht, sondern wir unsere Betrachtungen auch auf die exztrentrischen Eigenschaften anderer, früherer wie späterer, gekrönter Häupter ausweiten, soll dem Spaß am Gespräch keinen Abbruch tun.

Links: