In einer Situation, wie der, in der wir uns während der Corona-Krise gerade befinden, geht jede*r unterschiedlich mit dem Lagerkoller um. Manche lenken sich ab und beschäftigen sich irgendwie, manche machen unbeeindruckt Dienst nach Vorschrift, andere wiederum bekommen einen Trotzanfall und wollen! wollen! wollen haben! was sie nicht haben können.
Hawkeye, wenig überraschend, gehört zur letzteren Sorte, und mit seiner Methode, den Lagerkoller für sich erträglicher (und für andere weniger erträglich) zu machen, beschäftigen wir uns heute, wenn wir die 11. Episode der 3. Staffel M*A*S*H besprechen:
aka Die Heilige Dreifathrigkeit aka Die Vorh(a)ut Christi
(C) Felix Herzog
Gesegnet seiet Ihr, Schäflein. Gesegnet und willkommen im Messezelt des Herrn, Hosiannah, preiset den Herrn in der Höh… äh. Kommet all und gehet hin, denn dies ist das Fleisch und das Blut… äh… A-Negativ… äh… auf dass wir alle teilhaftig werden, wie dereinst Paulus unter den Saduzäern… äh… haben wir uns hier versammelt, um… äh… um Abschied zu nehmen… ähem, also…
Ähem…
Wir nehmen ein trauriges Ereignis, dessen Nachricht uns am Ende des letzten Jahres erreicht hat, den Tod des Schauspielers René Auberjonois, zum Anlass, uns mit den Spuren zu beschäftigen, die er auch in M*A*S*H hinterlassen hat.
Wir reden (längst nicht so respektvoll, wie wir es vielleicht sollten, aber so ist das nun mal: wahrscheinlich nicht der pietätvollste Nachruf) über Father Mulcahy, den Feldgeistlichen des 4077sten M*A*S*H-Camps, der in Film und Serie von insgesamt drei Schauspielern verkörpert wurde: René Auberjonois (im Film), George Morgan (in der Pilotfolge) und (wahrscheinlich am prägendsten, schon allein wegen der längsten Präsenz) William Christopher (im Rest der Serie).
Außerdem holen wir aus zum unkatholischsten und ignorantesten Rundumschlag gegen die katholische Kirche, Pfarrer mit zweifelhaften pädagogischen Qualitäten, Weltfremdheit von jungen Feldgeistlichen, unbeliebten beliebten Serien-Charakteren, Reliquien der 1. und 2. Klasse und warnen Hörer mit zartem, leicht zu verletzendem religiösem Gemüt ohnehin dringend davor, sich diese Folge nicht ohne eine prophylaktische Dosis seelenberuhigenden Messwein zu Gemüte zu führen.
Im 2. Teil unserer vorweihnachtlichen Nebensümpflichkeit reden wir über Weihnachts-Bräuche, -Traditionen und -Anekdoten. Unsere eigenen, die unserer Hörer (Danke an Sebastian, Tanja und Gregor!), Freude, Kollegen und Verwandte, und die verschiedensten, zum Teil recht absurden Weihnachtsbräuche aus aller Welt (wer hätte gedacht, dass Kot in Katalanien an Weihnachten eine so große Rolle spielt?)
Außerdem gibt es ein weihnachtliches (und für die magenempfindlicheren Pflänzchen unter uns Sumpfbewohnern leicht bekömmliches!) 3-Gänge-Menu. Noch mal vielen lieben Dank an Sigi!
…eine verträumte Folge mit traumhafter Hörerbeteiligung.
(C) Thure Röttger
In einer träumerischen Nicht-mehr-ganz-Mittsommer- und noch-nicht-ganz-Nacht haben wir Sumpfbewohner uns nahe unserer alten Lieblingsstelle im Park getroffen und uns über die Träume der Crew vom 4077sten M*A*S*H unterhalten…
Staffel 8 Episode 22 “Dreams”
…und dank einer regen Hörer-Beteiligung stehen uns wir nicht nur diese von Alan Alda höchselbst geschriebenen und inszenierten Träume zur Verfügung. Wir haben unsere Hörer, Freunde, Familie und Podcaster-Kollegen nach ihren schrägsten, verstörendsten und interessantesten Träumen gefragt. Die Ergebnisse hört Ihr u.a. in dieser Folge.
2 Hörerträume haben es schon, bevor wir sie vorlesen konnten, ins Programm vom Ausbilder Schmidt geschafft (…sind aber ganz ehrlich nicht vom Ausbilder geklaut! Ehrenwort!)
…einer von Felos besonders schönen Träumen aus seinem alten Traum-Tagebuch
Anmerkung: Die ursprüngliche Schnitt-Datei dieser Folge war z.T. verloren gegangen. Bei der Wiederherstellung konnten nicht alle Teile in ihrer ursprünglichen Fassung gerettet werden. Es kann also beim Hören zu unerklärlichen Lücken kommen. Die sind kein Traum, sondern harte, traurige Realität, und wir bitten diese zu entschuldigen
Folgen-Besprechung zu M*A*S*H-Episode “Blut hat nur eine Farbe / Dear Dad 3”
(c) Thure Röttger
Es ist wieder so weit: die Sonne scheint, die Vögel singen, die Kaninchen karnickeln und der Park lockt uns zu einem Outdoor-Podcast an unserem alten Stammplätzchen.
Tobi vermutet zwar, so früh im Cast wären wir noch nie abgeschweift, nichtsdestotrotz findet der Autor dieser Shownotes: wir haben uns mannhaft dem Inhalt der Folge gestellt, haben uns mit Rassismus und People of Color in der US-Army beschäftigt, mit Rudyard Kipplings Gedicht “Gunga Din”, den Muppets und Super8-Filmen, und sind dabei eigentlich nur am Anfang der Folge in andere Gefilde abgeschweift – und ganz besonders exzessiv am Ende… und mittendrin natürlich auch mehrmals. Aber zwischen und vor und nach den Abschweifungen waren wir enorm strukturiert! Ganz ehrlich. Gar nicht gelogen. Kaninchen. Total stringent. Wie riecht eigentlich Wurm-Scheisse?
Vergleicht Eure Notizen! (So gewissenhaft bereiten sich Podcaster auf ihre Sendung vor.)
Außerdem: In einem historischen Moment hat sich der Sumpf dazu hinreißen lassen, zum ersten mal eine Wertung zu vergeben! Wenn Ihr also wissen wollt, wie wir die Folge “Blut hat nur eine Farbe” bewertet haben… na ja, Ihr wisst ja schon…
Podcaster in quasi-göttlicher, also natürlicher Stellung: Tobi imitiert den Trapper-Jesus
Ebenso historisch: die Demokratie hat gesiegt (auch wenn einer der Podcaster neulich zu blöd zum Wählen war), das Imperium wurde mit 3 “Aye’s” gegen 0 “Nay’s” abgeschafft. Es lebe Die Sockenpuppen-Republik!
Kann ich? Kann ich nicht? Kann man überhaupt nicht nicht kommunizieren? Solche schönen oder andere nicht weniger schöne Plattitüden kommen drei an der Kunst der Kommunikation von vorneherein scheiternden Podcastern in den Sinn, wenn sie über einen Podcast über Kommunikation podcasten. Und flache Witze. Und warum Kommunikation manchmal nicht möglich ist und wann sie wie “Birmingham” klingt.
Zum Thema:
Alan Alda betreibt seit Mitte 2018 den Podcast “Clear + Vivid”, dessen Ziel und Inhalt es ist, Kommunikation, Medizin und Wissenschaft unter einen Hut zu bringen, und hat dabei nicht nur namhafte Wissenschaftler zu Gast, sondern auch viele Schauspieler-Kollegen, wie z.B. die derzeit noch lebendigen Hauptdarsteller aus M*A*S*H (Loretta Swit, Mike Farrel, Jamie Farr und Gary Bughoff), mit denen er sich in der Folge “The Actors from M*A*S*H — On How M*A*S*H Changed Our Lives” eine vergnügliche Stunde lang unterhalten und Erinnerungen an die Produktionszeit von M*A*S*H austauscht.
Nach einigen Abschweifungen in Richtung Science Fiction, Fantasy und Die Harte Realität (TM) beschäftigen wir uns in dieser Folge wieder mal direkt und ausschließlich mit M*A*S*H. Genau genommen könnten wir uns gar nicht direkter und ausschließlicher damit befassen. Denn das ist keine gewöhnliche Podcast-Folge: wir haben einen Audiokommentar eingesprochen, passend zur Folge…
“The Sniper / Die unter Beschuss liegen” (Folge 10, 2. Staffel von M*A*S*H)
Um die Folge auch richtig als Audiokommentar genießen zu können, braucht Ihr folgendes:
Die M*A*S*H-Folge
Die Podcast-Folge
2 separate Player
Lasst die Podcast-Folge anlaufen, startet derweil die M*A*S*H-Folge und drückt sofort auf Pause. Wartet, bis im Podcast die “Sumpf”-Titelmusik verklingt und ein Countdown eingesprochen wird – und bei “Play!” drückt Ihr auch bei der M*A*S*H-Folge wieder auf “Play“. Viel Spaß!
Aus dem Podcast verlinkt:
Das multimediale Midi-LowTech-Aufnahme-System (mit Socke!)
Wir widmen uns heute einer der ganz schön frühen, ganz schön schwierigen 1.Staffel-Folgen, “Geliebte Sklavin / The Moose”, und damit verbunden einem Thema, das deutlich ernster ist, als unser blödes Gegacker am Anfang der Folge vermuten lässt (und u.U. deutlich sensibler als wir bei der Durchquerung dieses ganz speziellen Minenfelds auftreten können):
Star Trek. Star Trek. Star Trek. Und zur Sicherheit, damit auch alle Suchmaschinen anspringen: Mr. Spock, Captain Pike, USS Enterprise, und noch mal: Star Trek.
…stimmungsvoll, und doch so professionell: mit Zooms, Richtmikrophon, Tee, Weihnachtskarte und Enterprise. So nimmt man bei Profis auf!
Auch wenn das neueste Stückchen des StarTrek-Universums mit Captain Pike und Spock in wichtigen Rollen immer näher rückt, reden wir heute nebensümpflicherweise nicht über die kommende 2. Staffel von Star Trek Discovery, sondern über eine andere Star Trek-Folge, die auch die gleichen Zutaten in sich trägt: den ursprünglich ungesendeten Star Trek-Pilotfilm “The Cage / Der Käfig” von 1965. (Und dass wir es bei dieser Steilvorgabe tatsächlich geschafft haben, keinen einzigen schlechten Witz über einen “Käfig voller (Weltraum-)Helden”gemacht zu haben, erfüllt uns gleichermaßen mit Stolz und unbeschreiblicher Scham!)
Und weil wir sind, wie wir sind, reden wir natürlich nicht ausschließlich über Captain Pikes Ausflug in den Zoo, sondern auch ganz generell über Star Trek, Martini-mixende Schiffsärzte, einen lachenden Vulkanier, über Babylon 5, über Star Trek, über militärisch/nautische Befehlspraktiken, Star Trek, Hinweise zur talosianischen Verstrickung in die ägyptische Präastronautik, Star Trek, grüne Aliens… wir analysieren die Psyche von Captain Pike, würdigen die Kompetenzen von Captain Kirk, schmachten beim Gedanken an Captain Picard im Bikini, entwickeln leichte Sympathien für Captain Jelico und vergleichen zu guter Letzt noch die Charaktere aus M*A*S*H* und Star Trek (denn wer wollte nicht schon immer wissen, was Trapper John mit Lt. Uhura gemeinsam hat?)
…und: wer ist eigentlich der Träumer, der im Käfig sitzt und sich den Koreakrieg ausgedacht hat?
Wie gut ist mein Arzt? Was kann mein Arzt? Kann ich meinem Arzt vertrauen? Kann ich mit meinem Arzt einen saufen gehen? Wie finde ich den richtigen Arzt für mich? Darf ich mit meinem Arzt Sex haben, wenn ich ein schottischer Geist bin? Und wieso muss ich überhaupt zum Arzt?
(c) Felix Herzog
Das Internet ist voll von solchen und ähnlichen nützlichen Ratgebern, und auch Der Sumpf, der sich ja bekanntermaßen hauptamtlich mit einer Ärzte-Serie beschäftigt, fühlt sich bemüßigt, seinen Hörern zu diesem großen Thema ebenfalls hilfreichen Rat und… äh… hilfloses Herumraten anzubieten (hauptsächlich auf dem Gebiet der TV- und Film-Ärzte. Wozu sind wir schließlich Nerds?)
Zu diesem Zweck hat sich Felo (seines Zeichens Patient) am Rande der BabConin der Hotelbar (dem bevorzugten Ort für medizinische Fachgespräche, sei es auf Ärtzekongressen oder auf Babylon5-Conventions) mit mehreren medizinischen Koryphäen getroffen: Raphael (Physiotherapeut), Gregor (offizieller Ersthelfer) und Ralf (der auch irgendwann schon mal beim Arzt war.) Außerdem haben sich zwischendurch mysteriöse Stimmen aus den grauen Schatten zwischen Licht und Dunkelheit zu Wort gemeldet und ihrerseits Nützlichstes zu dem Thema beigetragen. Oder uns Bier gebracht. Und damit das ganze robertaltman’sche Gesprächs-Chaos wieder etwas Ruhe und… ähem… Struktur bekommt, kommt auch Thure zu Wort.
Dass sich die medizinische Fachdiskussion ziemlich schnell in niedermenschliche Bereiche verlagert, liegt wohl in der Natur der Sache, und konnte unmöglich vermieden werden – es sei denn von Gesprächsteilnehmern mit deutlich höherer sittlicher Reife (und wer will sich schon mit Erwachsenen unterhalten?!) Welche Ärzte würden sich die jeweiligen Podcaster aussuchen, um sich A)von ihnen behandeln zu lassen B) mit ihnen einen saufen gehen oder C) ein Nümmerchen schieben? (Solltet Ihr Euch ebenfalls problemlos auf das spätjuvenile Niveau herabbegeben können, das die Podcaster nur mit erheblicher Mühe erklimmen konnten, dann lasst es uns wissen: schreibt Eure eigene Ärzte-Wahlliste unten in die Kommentare oder schreibt uns eine Mail, einen Tweet oder eine Facebook-Pöbelei.)
Die sonstigen, bzw. eigentlichen Betätigungsfelder der einzelnen Podcaster: